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  27.09.2017 - Wer ist hier der Größte? Im Revierkampf machen manche Fische dicke Backen

 
  Es gibt Momente im Leben eines Fisches, da muss er Größe zeigen - so auch der Feuermaulbuntbarsch (Thorichthys meeki). Wenn er seine Angebetete beeindrucken oder anderen Fisch-Herren im Revier klar machen will, wer hier das Sagen hat, dann macht er sich ganz groß. Dazu wendet der von seinen Liebhabern oft zärtlich "Meeki" genannte Fisch einen einfachen Trick an: Er macht dicke Backen.

"Wenn Feuermaulbuntbarsche sich um ein Revier streiten, so folgt das einigen Regeln", erklärt Florian Grabsch vom Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde. "Zuerst wird die Größe verglichen. Ist das eine Tier schon offensichtlich körperlich überlegen, gibt das schwächere Tier oft auf", sagt der Experte. Aber es wird auch getrickst, indem sich die Fische größer machen als sie sind.

"Dazu spreizen die Fische ihre Kiemendeckel ab, blähen den Kehlsack auf und machen dicke Backen", sagt Grabsch. Das Besondere dabei ist, dass die Feuermaulbuntbarsche auf ihren Kiemendeckeln große, dunkle Flecken haben. Diese wirken auf den Rivalen wie übergroße Augen, was auf ihn beeindruckend wirkt und dazu führt, dass er den Rückzug antritt.

Doch nicht nur in Revierkämpfen, auch in der Balz wenden die Feuermaulbuntbarsche den Trick an. "Indem sie dicke Backen machen, versuchen die Herren der Schöpfung sich in der Balz möglichst gesund, groß und kräftig darzustellen", sagt Grabsch. "So wollen sie zeigen, dass sie eine gute Partie sind." Was, wie der Experte erklärt, bei den Fisch-Damen seine Wirkung nicht verfehlt.

Damit Fischfreunde das natürliche Verhalten der Süßwasserfische aus Süd- und Mittelamerika erleben können, sollten sie die Tiere mindestens paarweise halten. Das Aquarium für diese Fische sollte eine Länge von mindestens 120 Zentimetern haben. Feuermaulbuntbarsche brauchen ein Flussbiotop mit Sandboden oder feinem Kies. Da diese Fische gerne wühlen, sind robuste Pflanzen im Aquarium ratsam.
 
 
 
Quelle: "IVH"
zur Verfügung gestellt vom Portal: "Tiergesundheit aktuell"

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